Die Künstlerin

Über mich

Autodidaktische Künstlerin im Bereich der zeitgenössischen Grafik. Meine Zeichnungen entstehen aus einem intuitiven, hochemotionalen Prozess – und meistens erst während des Zeichnens.

Angekommen Bleistift · 2026

Ein Gesicht erzählt mehr über ein Leben als jede Jahreszahl.

Ein Talent, das lange geschlummert hat

Ich bin 1967 geboren und lebe seit über dreißig Jahren in Pforzheim. Kreativ war ich immer – über die Jahre sind unzählige Arbeiten entstanden, in ganz unterschiedlichen Formen.

Das Zeichnen selbst war lange ein schlummerndes Talent. Wiederentdeckt habe ich es erst nach einer längeren Krankheit, während eines Klinikaufenthalts. Seitdem ist es geblieben.

Eine klassische Ausbildung habe ich nicht. Was ich kann, habe ich mir selbst beigebracht – beim Hinschauen und beim Verwerfen.

Meine Zeichnungen sind intime Psychogramme.

Was mich interessiert

Im Zentrum meines Schaffens steht die Erkundung der menschlichen Psyche. Durch surreale Elemente, das wiederkehrende Motiv schützender oder erdrückender Hände sowie die Auseinandersetzung mit Maskerade und Vergänglichkeit entstehen visuelle Metaphern für Isolation, Schutzsuche und existenzielle Emotionen.

Meine Bleistiftzeichnungen laden dazu ein, hinter die Fassade des Sichtbaren zu blicken.

Artist Statement

Die Maske des Seins

Zwischen Melancholie und Vergänglichkeit

In meinen Bleistiftzeichnungen beschäftige ich mich mit den ungesehenen Schichten der menschlichen Psyche. Das Gesicht dient mir dabei nicht als bloße Hülle oder ästhetisches Abbild, sondern als Landschaft der gelebten Zeit, des Schmerzes und der inneren Isolation.

Ein zentrales Motiv meiner Arbeit ist das Spannungsfeld zwischen Maskerade und Identität. Durch die wiederkehrende Figur des Clowns untersuche ich das Paradoxon der erzwungenen Heiterkeit, hinter der sich eine tiefe, universelle Melancholie verbirgt. Das Make-up wird hierbei nicht zum Schutz, sondern zum Verstärker der inneren Einsamkeit.

Meine Arbeiten auf Papier fangen Momente der Verletzlichkeit ein – sei es durch die rohe, ungeschönte Darstellung des alternden Körpers oder die symbolische Verschmelzung des Menschlichen mit den Mustern der Natur, wie den Jahresringen eines Baumes. Der bewusste Verzicht auf Farbe und die Konzentration auf die Nuancen des Graphits erlauben es mir, die Essenz von Vergänglichkeit, Intimität und psychologischer Tiefe radikal in den Vordergrund zu stellen.

Rechte Hand mit Stift Bleistift und Farbe · 2024

Wie ich arbeite

Die meisten Arbeiten entstehen aus einem rein intuitiven, hochemotionalen Prozess heraus. Statt starrer Skizzen entwickeln sich die Motive während des Zeichnens: Jedes Werk entfaltet sich organisch aus einem inneren Gefühlszustand.

Mein Material ist unspektakulär: Bleistifte in mehreren Härtegraden, Graphit, ein Wischer, ein Radiergummi, den ich eher zum Zeichnen als zum Korrigieren benutze. Papier in den Formaten DIN A5 bis DIN A3.

Der Schwerpunkt liegt auf den Nuancen des Graphits. Farbe kommt nur in Ausnahmen dazu – und dann fast immer als einzelner roter Akzent: ein Herz, ein Mund, ein Strich.

Warum ich weitermache

Zeichnen hält meinen Alltag an. Für die Dauer eines Blattes ist nichts anderes wichtig. Und wenn jemand später vor einer meiner Zeichnungen steht und etwas darin wiedererkennt, das er selbst kennt, dann hat sich mein Werk gelohnt.

Meine Werke ansehen

Mein Atelier

Ein klassisches Atelier habe ich nicht. Muss ich auch nicht haben – alles, was ich brauche, passt auf einen Zettel.

Ordnung hatte ich mal.
Sie kommt bestimmt wieder.
Ein kreativer Kopf braucht Raum.

  • Ein Tisch im Sonnenlicht
  • Ein Stapel Papier, der nie kleiner wird
  • Ein paar Fotos
  • Und los geht’s!

Vita und Kontakt

Werdegang, Ausstellungen und Anfragen an einer Stelle.

Zur Vita Kontakt